„Das Landesprogramm der Assistierten Pflegehilfe unterstützt Auszubildende und Pflegeinrichtungen. Junge Menschen mit schwierigeren Startbedingungen erhalten die Chance, im Pflegeberuf Fuß zu fassen. Dank des engagierten Einsatzes von Lehrkräften und sozialpädagogischer Begleitung werden Ausbildungsabbrüche reduziert und motivierte Kolleginnen und Kollegen für den Pflegebereich gewonnen“, so Grimm-Benne weiter.
Seit dem Programmstart im Jahr 2021 profitierten so bereits mehr als 2.100 Auszubildende in der Pflegehilfe. Während anfangs 513 Frauen und Männer ihre Ausbildung in der Pflegehilfe begannen, waren es im vergangenen Schuljahr bereits 840 Anfängerinnen und Anfänger. Ministerin Petra Grimm-Benne: „Immer mehr ausländische Auszubildende finden den Weg in die Pflegehilfe. Ihr Anteil stieg um rund 70 Prozent auf 81 Personen. Dank intensiver Begleitung konnte die Abschlussquote von 50 Prozent auf 74 Prozent verbessert werden. Jeder erfolgreiche Abschluss verbessert die Versorgung pflegebedürftiger Menschen und trägt zur Stabilisierung unseres Pflegesystems bei.“
Nadine Stephan, Projektleiterin der DRK-Netzwerkstelle sagte: „Die AsA-Pflegehilfekonferenz 2026 verdeutlicht, wie wichtig die Zusammenarbeit aller Beteiligten für eine zukunftsfähige Pflegehilfeausbildung ist. Mit Blick auf die Einführung der generalistischen Pflegefachassistenzausbildung bot die Konferenz den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren und neue Perspektiven für die zukünftige Ausgestaltung der Ausbildung zu entwickeln. Das Landesprogramm ´Assistierte Ausbildung für die Pflegehilfe´ unterstützt in diesem Kontext Auszubildende in der Pflegehilfe bzw. Pflegefachassistenz mit sozialpädagogischen, sprachlichen und fachlichen Angeboten und trägt so zur erfolgreichen Qualifizierung, zur Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen und zur Fachkräftesicherung in der Pflege bei.“
Starten Azubis nach Erreichen eines eher niedrigen Bildungsabschlusses oder entstehen während der Ausbildung aus persönlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Gründen Probleme, dann greift den Auszubildenden die „Assistierte Ausbildung für die Pflegehilfe“ individuell und kontinuierlich unter die Arme. Gefördert durch Mittel der Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt wurde das Landesprogramm im vergangenen Jahr bis 2028 verlängert und die verfügbaren Ausbildungsplätze landesweit von jährlich 510 auf 610 mögliche Teilnehmende erhöht.
Hintergrund:
2024 hatte das Bundeskabinett die Einführung einer bundeseinheitlichen und vergüteten Pflegefachassistenzausbildung beschlossen, die 2027 in Kraft treten wird. Dabei handelt es sich um eine 18-monatige Ausbildung, die theoretischen Schulunterricht mit der Praxis in der Akut-, Langzeit- und ambulanten Pflege verzahnt. Für die Pflegebedürftigen bedeutet das eine verlässliche und gleichbleibend hohe Qualität.
Weitere Informationen unter: www.pflegeberufe-sachsen-anhalt.de

