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​​​​​​​Staatssekretär gratuliert 37 Pflegefachkräften zum Berufsabschluss

Seit dem Start der generalistischen Pflegeausbildung im Jahr 2020 haben in Sachsen-Anhalt 2049 Schülerinnen und Schüler (Stand: 31.12.2024) die Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgreich absolviert.

Gesundheitsstaatssekretär Wolfgang Beck hat heute bei einer Festveranstaltung des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe (BZG) in Magdeburg 37 frisch gebackenen Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern zum erfolgreichen Abschluss gratuliert: „Als Generalisten in der Pflege haben Sie beste Kompetenzen erworben, um künftig in allen Bereichen der Pflege – der Akutpflege, der Kinderkrankenpflege sowie der stationären und ambulanten Langzeitpflege - zu arbeiten. Sachsen-Anhalt braucht alle Kolleginnen und Kollegen in der Pflege, denn allein in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen verdoppelt“, sagte Beck. Angesichts der Altersstruktur in Sachsen-Anhalt - im Jahr 2050 wird jeder dritte Einwohner 65 Jahre und älter sein – habe das Land neben der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung zur Stärkung des Pflegesektors weitere wichtige Weichen gestellt. „Die Arbeit in der Pflege verdient unser aller Respekt, gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung. Um mehr junge Menschen für die Pflege zu gewinnen, wurden zudem in der Pflegehilfeausbildung Schulgebühren abgeschafft und die Ausbildungsvergütung umgesetzt. Um zukünftig den Bedarf eines neuen Personalmixes mit einer zielgerichteten, kompetenzorientierten Aufgabenverteilung sicherzustellen, setzen wir außerdem auf mehr Quereinsteigende im Rahmen der Pflegehilfeausbildung sowie perspektivisch im Rahmen der Pflegefachassistenzausbildung und die tatkräftige Unterstützung von ausländischen Kolleginnen und Kollegen“, so Beck.

BZG-Geschäftsführerin Christina Heinze sagt angesichts des zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP): „Die Pflege steht vor großen Veränderungen. Die vielfältigen Kompetenzen von Pflegefachkräften sollen besser als bisher genutzt werden, indem sie mehr Befugnisse erhalten. Sie können jetzt mehr eigenständige Entscheidungen treffen, ohne auf ärztliche Weisung angewiesen zu sein. Dafür haben wir den Grundstein mit Ihrer Berufsausbildung gelegt. Nun kommt es darauf an, dass Sie Ihre erworbenen Kompetenzen durch Fort- und Weiterbildungen stetig weiterentwickeln.“

Hintergrund

Zum Jahresende 2023 waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 40.436 Personen hierzulande in ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten oder stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) und 13.449 Personen im Pflegedienst von Krankenhäusern beschäftigt waren. Zehn Jahre zuvor waren 31 Prozent weniger Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Pflegebereichen von Krankenhäusern tätig.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben bundesweit knapp 59.400 Personen im Jahr 2024 eine berufliche Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann begonnen. Insgesamt stieg damit die Zahl der neuen Ausbildungsverträge unter den Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr (2023: 54.400) um rund 9 Prozent an. Im Jahr 2024 haben 1.593 Auszubildende die Ausbildung zur Pflegefachkraft mit dem ersten Ausbildungsjahr in Sachsen-Anhalt neu begonnen. Insgesamt befanden sich zum 31.12.2024 rund 4.320 Schülerinnen und Schüler in Ausbildung, verteilt über alle Ausbildungsjahre.