Im Kloschwitzer Ortsteil Johannashall entsteht für mehr als 4,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen ein barrierefreier Neubau für Menschen mit Behinderung, der den neuesten Sicherheits- und Hygieneansprüchen genügt.
Staatssekretär Wolfgang Beck sagte beim Richtfest: „Unsere Mitmenschen mit Behinderung brauchen gute Wohn- und Förderangebote. Dazu gehören eine moderne Ausstattung und genügend Platz. Wir alle haben gelernt, wie wichtig es ist, in herausfordernden Zeiten – wie etwa während einer Pandemie – Sicherheit und Schutz gewährleisten zu können. Gleichzeitig dürfen Gemeinschaft, Nähe und zwischenmenschliche Begegnung nicht zu kurz kommen. Genau diesen Anspruch verfolgt dieses Haus.“
Michael Weigel, Vorstand und Geschäftsführer der Evangelischen Stadtmission Halle: „Die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen von Menschen mit Beeinträchtigung unter Beachtung von personenzentrierten Leistungsangeboten ist uns ein wichtiges Anliegen. Mit dem Neubau werden zudem auch Umgestaltungen des Außengeländes zu einem verkehrsfreien Bereich mit Dorfplatz-Charakter erfolgen, damit ein Raum für Begegnungen und eine bessere Lebensqualität entstehen. Hinsichtlich Energieeffizienz und Klimaverbesserung finden neben diesem Neubau sukzessive auch weitere flankierenden Maßnahmen zur Nachhaltigkeit statt bzw. befinden sich in Planung.“
„Bethel“ ist eine Wohnstätte für Erwachsene mit wesentlichen geistigen und mehrfachen Behinderungen, die rund um die Uhr betreut werden. Bisher sind sie in einem teilweise sanierten Altbau untergebracht. Bald ziehen die Bewohnerinnen und Bewohner aufgeteilt in vier Wohngruppen in Einzelzimmer, die ausgestattet sind mit einer Pantryküche und einem eigenen Bad. Der Mittelpunkt der Wohneinheiten soll jeweils der Gruppenraum mit Küche bilden. Auch das Bestandsgebäude wird weiter genutzt und soll gegebenenfalls sowohl Menschen mit Behinderung als auch älteren Menschen als Mehrgenerationenhaus mit offener Tagesstruktur und Tagespflege für zur Verfügung stehen.

