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Niedrigschwellige Suchtberatung: Sachsen-Anhalt fördert die Landesstelle für Suchtfragen mit rund 300.000 Euro

Sachsen-Anhalt fördert die Landesstelle für Suchtfragen erneut mit rund 300.000 Euro. Sozialministerin Petra Grimm-Benne überreichte den entsprechenden Zuwendungsbescheid in Magdeburg und sagte: „Die Landesstelle für Suchtfragen bündelt die suchtpräventiven Aktivitäten im Land.

v.l.n.r.: Simon Bruns, Referent DigiSucht; Nadine Stephan, Leiterin der Landesstelle für Suchtfragen; Katja Fischer, Landesgeschäftsführerin DRK Sachsen-Anhalt; Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne; Lea Riedel, Referentin Suchtprävention; Arleen Dießner, Referentin für Glücksspielsuchtprävention

Da Suchterkrankungen häufig mit Scham behaftet sind, braucht es niedrigschwellige Angebote, die überall im Land gut zugänglich sind. Die Landesstelle setzt zunehmend auf digitale Beratung, um Betroffene in ihrem gewohnten Umfeld schnell und anonym zu erreichen.“ Von dem DigiSucht-Projekt profitieren bspw. Menschen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten oder im ländlichen Raum.

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Trägerschaft der Landesstelle bei dem DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. Die Geschäftsführerin Katja Fischer betonte: „Mit der Übernahme der Trägerschaft übernimmt das DRK Sachsen-Anhalt eine anspruchsvolle und gesellschaftlich hochrelevante Aufgabe, die ein hohes Maß an fachlicher sowie organisatorischer Verantwortung erfordert. Im Mittelpunkt steht für uns die überverbandliche Zusammenarbeit: Wir wollen Akteure aus unterschiedlichen Bereichen vernetzen, Strukturen weiterentwickeln und gemeinsam nachhaltige Lösungen für die Suchthilfe in Sachsen-Anhalt gestalten.“

Besonders das landesgeförderte Projekt DigiSucht, also die Onlineberatung zu allen Fragen rund um die Themen Drogen, Sucht, Substanzkonsum, Glücksspielen und Medienkonsum, erweitert das Beratungsangebot. Dies ist gerade im ländlichen Raum von Bedeutung, wo schlechte oder fehlende Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr den Zugang zu Hilfsangeboten erschweren. „DigiSucht ermöglicht einen verlässlichen, anonymen und kostenfreien Zugang zu professioneller Beratung. Davon profitieren nicht nur Betroffene, sondern auch Angehörige, die Unterstützung und Orientierung suchen. Gerade bei Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Teillegalisierung von Cannabis bietet die Plattform eine kompetente Anlaufstelle“, so Fischer abschließend.

Wesentliche Aufgaben der Landesstelle sind die Koordination von Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe, Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung sowie die fachpolitische Begleitung von präventiven Maßnahmen. Darüber hinaus leistet die Landesstelle einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung des Landesgesundheitszieles im Bereich der legalen Suchtmittel. Nicht nur Betroffene, sondern auch deren Familien und Freunde können Unterstützung in der Suchthilfe finden. Angehörige lernen, wie sie mit der Situation umgehen können, wie sie selbst Unterstützung erhalten und wie sie den Betroffenen helfen können, ohne sich selbst zu überfordern.