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Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit nimmt seine Arbeit auf

Auf Grundlage des vom Landtag am 4. März 2026 beschlossenen Gesetzes zur Neuorganisation der Versorgungs- und Sozialverwaltung in Sachsen-Anhalt nimmt das Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit (LAS) heute seine Arbeit auf.

In der Behörde werden zentrale Aufgaben der Sozial- und Gesundheitsverwaltung des Landes künftig unter einem Dach gebündelt. Das LAS wird seinen Hauptsitz in Halle (Saale) haben und zudem mit Nebenstellen in Magdeburg sowie Dessau-Roßlau vertreten sein.

Die Beschäftigten der bisherigen Sozialagentur sowie der entsprechenden Bereiche des Landesverwaltungsamtes werden dem LAS zugeordnet. 450 Kolleginnen und Kollegen übernehmen Verantwortung in zentralen Bereichen wie Pharmazie, Landesjugendamt, dem Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe, der Heimaufsicht, der Eingliederungshilfe, der Kindertagesbetreuung sowie der Schwerbehindertenfeststellung. Für alle Mitarbeitenden gilt eine Standortgarantie an den drei Standorten.

Bei der Auftaktveranstaltung zur Gründung des LAS sagte Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne den Beschäftigten: „Die Arbeit des Landesamtes berührt die Lebensrealität vieler Menschen. Gemeinsam bauen wir ein Landesamt auf, das gut für die Zukunft aufgestellt ist. Von der Bündelung von Fach-, Dienst- und Rechtsaufsicht erwarten wir große Vorteile, eine weitere Digitalisierung und einen verbesserte Aufgabenerledigung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.“

Bereits seit Ende 2025 arbeitet ein Projektteam mit vier Teilprojektgruppen daran, den Übergang in die neue Behördenstruktur erfolgreich zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen des Personals, des Haushalts, der IT sowie der Unterbringung. Die Personalräte wurden in alle Prozesse eng eingebunden. Ziel ist es, von Beginn an tragfähige Strukturen zu schaffen und eine leistungsfähige Verwaltung im Interesse von Politik, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Beschäftigten sicherzustellen.

Petra Grimm-Benne kündigte an, zur Reduzierung der Rückstände im Schwerbehindertenfeststellungsverfahren zeitweise Personal zu bündeln. Unter Einsatz KI-gestützter Verfahren sollen Anträge künftig schneller bearbeitet werden. So konnten unter durch zusätzliche Aufrufe – unter anderem im Ärzteblatt Sachsen-Anhalt – weitere Gutachterinnen und Gutachter gewonnen werden. Insgesamt wurden 17 zusätzliche Ärztinnen und Ärzte eingebunden.

Die kommissarische Leitung des Landesamtes übernimmt Ragner Wenzel, der bislang im Landesverwaltungsamt die Abteilung „Familie, Gesundheit, Jugend und Versorgung“ mit ca. 350 Beschäftigten geleitet hat.