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Bewerbungsstart für Studienplätze: Vier neue Chancen, um in Sachsen-Anhalt Zahnärztin bzw. Zahnarzt zu werden

Im Wintersemester 2025/26 wurden erstmals vier Studienplätze für Zahnmedizin über die Landzahnarztquote Sachsen-Anhalt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vergeben.  Am 1. März 2026 startet die nächste Bewerbungsrunde.

V. l.: Yasmin Barthel, Pia Sabrina Walther, Anja Stöber (KZV), Paula Demmer und Yara-Marie Lipinski.

Im Oktober 2025 begann für vier Studentinnen ein neuer Lebensabschnitt. Yasmin, Pia, Paula und Yara-Marie waren die Ersten, die über die Landzahnarztquote Sachsen-Anhalt einen Studienplatz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten haben. Mit ihnen wurde die Landzahnarztquote, die der Landtag im Rahmen des Landzahnarztgesetzes Sachsen-Anhalt im Juni 2025 beschlossen hatte, erstmals mit Leben gefüllt.

„Die Landzahnarztquote steht für eine Verantwortungspartnerschaft zwischen Land, Universität und zahnärztlicher Selbstverwaltung“, erklärt Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. „Mit dieser Initiative schaffen wir eine Win-Win-Situation: Angehende Zahnärztinnen und Zahnärzte können auch ohne Einser-Abi studieren und Patientinnen und Patienten erhalten auch künftig im ländlichen Raum eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung“, so die Ministerin.

Vom 1. bis 31. März 2026 läuft die nächste Bewerbungsrunde für den Studienstart im Wintersemester 2026/27. Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber werden insbesondere einschlägige berufliche Vorerfahrungen, fachspezifische Kompetenzen sowie die Motivation für das Studium und eine spätere Tätigkeit als Vertragszahnärztin oder -zahnarzt in Sachsen-Anhalt berücksichtigt. Die Abiturnote steht ausdrücklich nicht im Vordergrund. Auf der Seite www.landzahnarztquote.de finden Interessierte alle Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Zuständig für das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ist die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt.

„Die Landzahnarztquote ist eine echte Chance für junge Menschen, die motiviert sind und Verantwortung übernehmen wollen“, betont auch Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt. „Sie ist ein Sprungbrett zu einer hervorragenden zahnmedizinischen Ausbildung und in ein vielseitiges, zukunftssicheres Berufsfeld.“

Pressekontakt:

Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt
Conrad Kubernath, Tel. 0391 6293 197, E-Mail: conrad.kubernath(at)kzv-lsa.de

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Andreas Pinkert, Tel. 0391 567 4607, E-Mail: andreas.pinkert@ms.sachsen-anhalt.de

Die ersten vier Studentinnen, die im Jahr 2025 über die Landzahnarztquote zum Zahnmedizinstudium an der Uni Halle zugelassen wurden.

Hintergrund

Mit dem Landzahnarztgesetz Sachsen-Anhalt (LZAG LSA) hat der Landtag im Jahr 2025 die rechtliche Grundlage geschaffen, um bis zu 10,1 Prozent der Zahnmedizinstudienplätze an der Universität Halle vorab an Bewerberinnen und Bewerber zu vergeben, die sich verpflichten, nach Studium und Vorbereitungszeit mindestens zehn Jahre in der vertragszahnärztlichen Versorgung in Regionen mit besonderem öffentlichem Bedarf in Sachsen-Anhalt tätig zu sein. Aktuell entspricht dies vier Studienplätzen pro Jahrgang.

Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber steht nicht die Abiturnote im Vordergrund. Berücksichtigt werden insbesondere einschlägige berufliche Vorerfahrungen, fachspezifische Kompetenzen sowie die Motivation für das Studium und eine spätere Tätigkeit als Vertragszahnärztin oder -zahnarzt in Sachsen-Anhalt. Mit großem Anteil fließt daher das Ergebnis eines fachspezifischen Studierfähigkeitstests in die Bewertung ein, der sowohl fachliche als auch persönliche Aspekte abbildet.

Die Bewerbung für die Landzahnarztquote Sachsen-Anhalt umfasst zwei Schritte: Zunächst die Online-Bewerbung über die Seite www.landzahnarztquote.de und anschließend die Einreichung der schriftlichen Bewerbung mit Hochschulzugangsberechtigung und ggf. weiteren Nachweisen. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. März 2026 müssen sowohl die digitale als auch die schriftliche Bewerbung bei der KZV LSA eingegangen sein.

Die Zahnmedizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet moderne Lehr- und Lernbedingungen. Jedes Jahr zum Wintersemester beginnen dort 41 junge Menschen ein Zahnmedizinstudium. Die hochmoderne Zahnklinik am Medizin-Campus Steintor sowie das Universitätsklinikum Halle zählen zu den leistungsstarken Einrichtungen der Universitätsmedizin und bieten hervorragende Voraussetzungen für Studium, Weiterbildung und Promotion.