Der Förderpreis für Abschluss- und Qualifikationsarbeiten mit Genderschwerpunkt würdigt wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten, die diese Zusammenhänge analysieren und neue Perspektiven eröffnen. Das Gleichstellungsministerium des Landes Sachsen-Anhalt und die Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt (KGC) loben den Förderpreis im Jahr 2026 erneut aus. Der mit bis zu 1.500 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Forschungsleistungen, die sich mit Geschlechterverhältnissen und Fragen der Gleichstellung auseinandersetzen, und trägt dazu bei, die Bedeutung von Genderforschung für gesellschaftliche Entwicklungen einer breiteren Öffentlichkeit sichtbar zu machen.
Gleichstellungsministerin Petra Grimm-Benne sagt: „Der wissenschaftliche Nachwuchs liefert wichtige Impulse, indem er Geschlechterverhältnisse und gesellschaftliche Strukturen aus neuen Perspektiven analysiert und kritisch hinterfragt. Unaufgeregte Analyse ist die Grundlage für mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Mit dem Genderforschungspreis machen wir diese Leistungen sichtbar und stärken zugleich den Austausch zwischen Wissenschaft und Gleichstellungspolitik.“
Michaela Frohberg, Leiterin der KGC, betont: „Genderforschung ist kein Randthema, sondern sie ist zentral für das Verständnis der Gesellschaft. Sie wirkt weit über einzelne Fachdisziplinen hinaus und trägt dazu bei, Machtverhältnisse, Rollenbilder und gesellschaftliche Entwicklungen differenziert zu beleuchten, neue Blickwinkel auf Teilhabe zu eröffnen und aktuelle Debatten wissenschaftlich wie künstlerisch zu bereichern. Die Auszeichnung unterstreicht die Vielfalt und Relevanz dieses Forschungsbereichs und stärkt dessen öffentliche Wahrnehmung.“
Bewerbungen können bis zum 31. August 2026 eingereicht werden. Berücksichtigt werden Arbeiten, die im Zeitraum vom 1. April 2025 bis zum 31. März 2026 abgeschlossen wurden. Weitere Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen finden Sie unter: www.kgc-sachsen-anhalt.de.
Der Förderpreis wird in folgenden Kategorien verliehen:
- Dissertationen und Habilitationen – Preisgeld bis zu 1.500 Euro
- Master- und Staatsexamensarbeiten – Preisgeld bis zu 1.000 Euro
- Künstlerische und gestalterische Arbeiten – Preisgeld bis zu 1.000 Euro
- Bachelorarbeiten sowie wissenschaftliche Publikationen – Preisgeld bis zu 500 Euro.

