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Aufklärung, Prävention und Beratung zur sexuellen Gesundheit: Sachsen-Anhalt fördert AIDS-Hilfe Nord mit 305.000 Euro

Seit 35 Jahren leistet die AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. einen unverzichtbaren Beitrag zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, zur Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV sowie zum Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung.

MdL Falko Grube (SPD), Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne, Vorstandsmitglied des Aidshilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. Michael Boy, MdL Konstantin Pott (FDP) (v.l.n.r.)

Was einst als Netzwerk zur Selbsthilfe begann, ist heute ein modernes Zentrum für sexuelle Gesundheit. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat heute einen Förderbescheid über 305.000 Euro an den Vorstandsvorsitzenden Michael Boy übergeben, damit die so wichtige Arbeit der AIDS-Hilfe Sachsen-Anhalt Nord e.V. im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts, einschließlich Magdeburg und Umgebung, fortgesetzt werden kann. Ziel des Vereins ist es, der Stigmatisierung durch die Gesellschaft entgegenzuwirken, Menschen mit HIV zu unterstützen und die Bevölkerung über sexuell übertragbare Krankheiten und andere Themen rund um Sexualität und sexuelle Gesundheit zu informieren und aufzuklären. Der Verein bietet zudem einen Checkpoint, in dem Menschen sich niedrigschwellig, vertraulich und kompetent zu sexueller Gesundheit beraten, testen und behandeln lassen können.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne betont: „Aufklärungs- und Präventionsarbeit ist unentbehrlich, um die Gesundheitskompetenz zu steigern und der Weiterverbreitung von sexuell übertragbaren Infektionen und HIV entgegenzuwirken. Die AIDS-Hilfe leistet einen entscheidenden Beitrag für eine bessere Aufklärung und Unterstützung von Betroffenen. Dieses Engagement wird auch künftig gebraucht, damit wir zu einem gesunden Miteinander ohne Stigmatisierung kommen. Ein ganz alltägliches Leben mit HIV-Infektion ist möglich.“ Das Land Sachsen-Anhalt unterstütze seit vielen Jahren die Präventionsarbeit der Aidshilfevereine Sachsen-Anhalt Nord und Süd institutionell.

„Mit dem Zuwendungsbescheid für 2027 leistet das Land Sachsen-Anhalt einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung. Diese Förderung bedeutet mehr als Zahlen im Haushalt: Sie ermöglicht konkrete Hilfe, verlässliche Angebote und Vertrauen bei den Menschen, die wir erreichen. Dafür sind wir sehr dankbar. Unsere Arbeit schließt konkrete Versorgungslücken, dort wo Regelstrukturen nicht greifen. Möglich wird das durch hochqualifiziertes Personal und eine fachlich anerkannte Arbeit, die sich seit vielen Jahren bewährt hat“, sagt Sven Warminsky vom Landesverband der Aidshilfen in Sachsen-Anhalt.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts lebten Ende 2024 in Sachsen-Anhalt etwa 840 Menschen mit einer HIV-Diagnose. Damit sind im Vergleich zur Schätzung für 2023 etwa 70 Menschen mit einer HIV-Diagnose hinzugekommen. Dank moderner HIV-Therapien haben betroffene Menschen heutzutage gute Chancen auf eine normale Lebenserwartung bei hoher Lebensqualität. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist ein gutes Beratungs- und Testangebot für Betroffene.