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Fest­set­zung der Re­gel­sät­ze zum 01. Ja­nu­ar 2025

In Jah­ren, in denen keine Neu­er­mitt­lung nach § 28 SGB XII er­folgt, wer­den die Re­gel­be­darfs­stu­fen je­weils zum 01. Ja­nu­ar fort­ge­schrie­ben. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les hat im Ein­ver­neh­men mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Fi­nan­zen und mit Zu­stim­mung des Bun­des­ra­tes die Ver­ord­nung zur Be­stim­mung des für die Fort­schrei­bung der Re­gel­be­darfs­stu­fen nach § 28a maß­geb­li­chen Pro­zent­sat­zes sowie zur Er­gän­zung der An­la­gen zu §§ 28 und 34 des Zwölf­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch für das Jahr 2025 (Regelbedarfsstufen-​Fortschreibungsverordnung 2025- RBSFV 2025) vom 24.10.2023, BGBl. I, Nr. 287 er­las­sen.
Aus der Fort­schrei­bung der Re­gel­be­darfs­stu­fen mit den er­mit­tel­ten Verände-​rungsraten er­ge­ben sich Eu­ro­be­trä­ge, die un­ter­halb denen des Jah­res 2024 lie­gen.

Nach § 28a Ab­satz 5 SGB XII ist die Be­sitz­stands­re­ge­lung an­zu­wen­den.
Für das Jahr 2025 ver­bleibt es bei den für das Jahr 2024 be­stimm­ten Eu­ro­be­trä­gen der Re­gel­be­darfs­stu­fen.
Damit gel­ten im Land Sachsen-​Anhalt ab dem 01. Ja­nu­ar 2025 nach­fol­gen­de Re­gel­sät­ze:

Re­gel­be­darfs­stu­fen (RBS) 01. Ja­nu­ar 2025
RBS 1
für jede er­wach­se­ne Per­son, die in einer Woh­nung nach § 42a Abs. 2, S. 2 SGB XII lebt und für die nicht RBS 2 gilt
563 Euro
RBS 2
für jede er­wach­se­ne Per­son, die
a) in einer Woh­nung nach § 42a Abs. 2, S. 2 SGB XII mit einem Ehe­gat­ten oder Le­bens­part­ner oder in ehe­ähn­li­cher oder le-​benspartnerschaftsähnlicher Ge­mein­schaft mit einem Part­ner zu­sam­men­lebt, oder
b) nicht in einer Woh­nung lebt, weil ihr al­lein oder mit einer wei-​teren Per­son ein per­sön­li­cher Wohn­raum und mit wei­te­ren Per­so­nen zu­sätz­li­che Räum­lich­kei­ten nach § 42a Abs.2 S.3 SGB XII zur ge­mein­schaft­li­chen Nut­zung über­las­sen sind.
506 Euro
RBS 3
für eine er­wach­se­ne Per­son, deren not­wen­di­ger Le­bens­un­ter­halt sich nach § 27b SGB XII be­stimmt (Un­ter­brin­gung in einer stationä-​ren Ein­rich­tung)
451 Euro
RBS 4
für eine Ju­gend­li­che oder einen Ju­gend­li­chen vom Be­ginn des 15. bis zur Voll­endung des 18. Le­bens­jah­res
471 Euro
RBS 5
für ein Kind vom Be­ginn des 7. bis zur Voll­endung des 14. Lebens-​jahres
390 Euro
RBS 6
für ein Kind bis zur Voll­endung des 6. Le­bens­jah­res
357 Eur

   2. Ge­wäh­rung von Bar­be­trä­gen für leis­tungs­be­rech­tig­te Men­schen in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen ab dem 01. Ja­nu­ar 2025:
Für Leis­tungs­be­rech­tig­te, die das 18. Le­bens­jahr noch nicht voll­endet haben, set­zen die zustän-​digen Lan­des­be­hör­den oder die von ihnen be­stimm­ten Stel­len für die in ihrem Be­reich bestehen-​den Ein­rich­tun­gen die Bar­be­trä­ge fest. Der Bar­be­trag für die­sen Per­so­nen­kreis ori­en­tiert sich an der gel­ten­den Ver­ord­nung zur Ge­wäh­rung des Bar­be­tra­ges zur per­sön­li­chen Ver­fü­gung des Kin-​des oder Ju­gend­li­chen (Bar­be­trags­ver­ord­nung) für den Rechts­kreis des SGB VIII. Die Fortschrei-​bungsrate ent­spricht der Sys­te­ma­tik der Er­mitt­lung der Ver­än­de­rungs­ra­te nach § 28a Abs. 3 SGB XII für die Ba­sis­fort­schrei­bung.
Die sich hier­aus er­ge­ben­den Be­trä­ge sind je­weils bis auf die erste Nach­kom­ma­stel­le zu run­den. Be­trä­ge unter 5 Cent sind ab­zu­run­den. Be­trä­ge von 5 Cent an sind auf­zu­run­den.
Leis­tungs­be­rech­tig­te in sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen, die das 18. Le­bens­jahr voll­endet haben, erhal-​ten nach § 27 b Abs. 2 SGB XII einen Bar­be­trag von min­des­tens 27 % der Re­gel­be­darfs­stu­fe 1. Es er­folgt für 2025 keine Er­hö­hung der Re­gel­be­darfs­stu­fe 1; die Be­sitz­stands­re­ge­lung nach § 28a Ab­satz 5 SGB XII ist an­zu­wen­den.
Für das Jahr 2025 ver­bleibt es bei dem Bar­be­trag für Voll­jäh­ri­ge bei dem für das Jahr 2024 be-​stimmten Eu­ro­be­trag aus der Re­gel­be­darfs­stu­fe 1.
 

Ab dem 01. Ja­nu­ar 2025 gel­ten im Land Sachsen-​Anhalt nach­fol­gen­de Bar­be­trä­ge

Im Alter von ... Jah­ren Bar­be­trag in Euro
0-2 0.00
3 7,20
4 8,50
5 9,70
6 14,30
7 16,70
8 20,40
9 24,10
10 28,90
11 34,80
12 39,70
13 45,60
14 56,60
15 63,70
16 73,30
17 81,70
18 152,01

Be­sitz­stands­re­ge­lung:

Die Be­sitz­stands­re­ge­lung des Pra­ra­gra­fen 133a So­zi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch (SGB XII) ist wei­ter­hin zu be­ach­ten. Per­so­nen, die am 31.De­zem­ber 2004 einen An­spruch auf den zu­sätz­li­chen Bar­be­trag nach Pa­ra­graf 21 Ab­satz 3 Bun­des­so­zi­al­hil­fe­ge­setz hat­ten, er­hal­ten diese Leis­tun­gen in der für den vol­len Ka­len­der­mo­nat De­zem­ber 2004 fest­ge­stell­ten Höhe wei­ter.

Ein­kom­mens­gren­zen nach Pa­ra­graf 85 Ab­satz 1 und 2 So­zi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch (SGB XII)

Wird eine Hil­fe­leis­tung nach dem Fünf­ten bis Neun­ten Ka­pi­tel des So­zi­al­ge­setz­bu­ches Zwölf­tes Buch (SGB XII) ge­währt,

gel­ten ab dem 01.Ja­nu­ar 2025 nach­fol­gen­de Be­trä­ge:

Der Grund­be­trag nach Pa­ra­graf 85 Ab­satz 1 Nr. 1 und Ab­satz 2 Nr. 1 SGB XII                     1.126,00 Euro

Fa­mi­li­en­zu­schlä­ge nach Pa­ra­graf  85 Ab­satz 1 Nr. 3 und Ab­satz 2 Nr. 3 SGB XII                                 395,00 Euro


Leis­tun­gen zur Auf­be­rei­tung von de­zen­tra­ler Warm­was­ser­er­zeu­gung:

Wird Warm­was­ser de­zen­tral zum Bei­spiel durch einen Elek­tro­boi­ler oder Durch­lauf­er­hit­zer er­zeugt, ist ein pau­scha­ler Mehr­be­darf nach Pa­ra­graf 30 Ab­satz 7 So­zi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch zu leis­ten, so­weit nicht ein Teil des an­ge­mes­se­nen Warm­was­ser­be­darfs durch Leis­tun­gen nach Pa­ra­graf 35 Ab­satz 4 So­zi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch ge­deckt wird.

Da­nach er­ge­ben sich ab 01. Ja­nu­ar 2025 nach­fol­gen­de Mehr­be­darfs­be­trä­ge:

 

Re­gel­be­darfs­stu­fen Mehr­be­darf in Pro­zent   Mehr­be­darf in Euro  
          1           2,3         12,95
          2           2,3         11,64
          3         ent­fällt        ent­fällt
          4           1,4           6.59
          5           1,2           4.68
          6           0,8           2,86

Ab­wei­chen­der Be­darf:

Eine ab­wei­chen­de Fest­set­zung der Höhe des maß­geb­li­chen Mehr­be­darfs zur Auf­be­rei­tung von de­zen­tra­lem Warm­was­ser ist wei­ter­hin mög­lich, so­fern die hier­für ver­brauch­te En­er­gie (Strom oder Gas) durch eine se­pa­ra­te Mess­ein­rich­tung mit­tels Strom-​ oder Gas­zäh­lers er­fasst wird.

 

Be­trä­ge für die Aus­stat­tung mit per­sön­li­chem Schul­be­darf nach Pa­ra­graf 34 So­zi­al­ge­setz­buch Zwölf­tes Buch (SGBXII) für das Ka­len­der­jahr 2025

 

Teil­be­trag für das im je­wei­li­gen Ka­len­der­jahr be­gin­nen­de erste Schul­halb­jahr:  130,00 Euro

Teil­be­trag für das im je­wei­li­gen Ka­len­der­jahr be­gin­nen­de zwei­te Schul­halb­jahr:  65,00 Euro

Blin­den­hil­fe ab dem 01. Juli 2024

Die Blin­den­hil­fe ver­än­dert sich je­weils zu dem Zeit­punkt und in dem Um­fang, wie sich der ak­tu­el­le Ren­ten­wert in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ver­än­dert. Die Ver­ord­nung zur Be­stim­mung der Ren­ten­wer­te in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung und zur Be­stim­mung wei­te­rer Werte zum 1. Juli 2024 (Ren­ten­wert­be­stim­mungs­ver­ord­nung 2024 – RW­BestV 2024) wurde im Bun­des­ge­setz­blatt (BGBl. Teil I, Nr. 194) am 19.06.2024 ver­öf­fent­licht.
Der zum 30. Juni 2024 maß­ge­ben­de ak­tu­el­le Ren­ten­wert (37,60 €) er­höht sich da­nach ab dem 01. Juli 2024 auf 39,32 €.


Die Blin­den­hil­fe nach § 72 Abs. 2 SGB XII be­trägt für blin­de Men­schen ab dem 01. Juli 2024
- nach Voll­endung des 18. Le­bens­jah­res           880,28 Euro
- bis zur Voll­endung des 18. Le­bens­jah­res        440,90 Euro
Die Er­hö­hung der Blin­den­hil­fe er­folgt wei­ter­hin auf den Cent genau.

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