Direkte Hilfen

Elterngeld

Kinderzeichnung: Ein tanzendes Mädchen von Sandra, 5 Jahre
Kinderzeichnung Sandra, 5 Jahre

Das Elterngeld soll Familien im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes finanziell helfen, wenn sie für diesen Zeitraum beruflich kürzer treten, um das Kind betreuen zu können. Zugleich soll es Mutter und Vater einen Anreiz bieten, sich die Kindererziehung und -betreuung partnerschaftlich zu teilen. Die wichtigsten „Eckdaten“ des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) sind:

 

  • Elterngeld ist eine sogenannte Einkommensersatzleistung. Es werden im Regelfall 67 Prozent des durch die Betreuung des Kindes und den zeitweiligen Ausstieg aus dem Beruf wegfallenden Einkommens (maximal 1.800 Euro monatlich) durch den Staat gezahlt, wenn die Arbeitszeit auf höchstens 30 Stunden wöchentlich reduziert wird. Nicht Erwerbstätige erhalten den Mindestbetrag in Höhe von 300 Euro monatlich.
  • Elterngeld wird für mindestens zwölf Monate gezahlt. Zwei zusätzliche so genannte „Partnermonate“ kommen hinzu, wenn sich die Partnerin/ der Partner, die/ der zunächst nicht zu Hause bleibt, ebenfalls Zeit für das Kind nimmt und im Beruf mindestens zwei Monate kürzer tritt.
  • Elterngeld kann bei gleichem Gesamtbudget auch auf den doppelten Zeitraum (also auf bis zu 28 Monate) gestreckt werden; dann werden die halben Monatsbeiträge gezahlt.

Weiterführende Links

Landesjugendamt Sachsen-Anhalt ...

Elterngeld und Elternzeit - Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz für Geburten bis 31.12.2012 (Broschüre des Bundesfamilienministeriums) ...

Elterngeldstellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten ...
(Formulare "Elterngeld" erhalten Sie bei den Elterngeldstellen der Landkreise und kreisfreien Städte)

Kindergeld

Kindergeld ist ein staatlicher Zuschlag an die Eltern, der in Abhängigkeit von der Zahl und dem Alter der Kinder gezahlt wird. Kindergeld wird für leiblichen Kinder und auch Adoptiv-, Stief-, Enkel- oder Pflegekinder gezahlt, wenn sie dauerhaft bei den Eltern . Die Höhe des Kindergeldes beträgt monatlich

  • für das erste und zweite Kind jeweils 194 Euro
  • für das dritte Kind 200 Euro und
  • für alle weiteren Kinder jeweils 225 Euro.

Diese Unterstützung erhalten Eltern vom ersten Lebenstag ihres Kindes bis zur Vollendung seines 18. Lebensjahres. Nach Vollendung des 18. Lebensjahres wird die Kindergeldzahlung automatisch eingestellt. Danach besteht Anspruch auf Kindergeld nur unter bestimmten Voraussetzungen:

  • bis zum 21. Lebensjahr, wenn das Kind arbeitslos ist und der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldet ist,
  • bis zum 25. Lebensjahr, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung oder im Studium befindet oder sich in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten von höchstens vier Monaten befindet oder
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatz nicht beginnen oder fortsetzen kann, oder
  • ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet, Freiwilligendienst, am Aktionsprogramm „Jugend“ der EU teilnimmt oder einen Zivildienst im Ausland leistet oder
  • wenn das Kind geistig, seelisch oder körperlich behindert ist (Eintritt der Behinderung vor dem 25. Lebensjahr) und nicht in der Lage ist, sich selbst zu unterhalten (ohne zeitliche Begrenzung).

Für Kinder, die das 18. aber noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, wird nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung und eines Erststudiums Kindergeld nur gezahlt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis sind unschädlich.  Kindergeld kann bei der Agentur für Arbeit beantragt werden. Angestellte im öffentlichen Dienst beantragen es direkt bei der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber.
Eltern mit geringem Einkommen haben zusätzlich zum Kindergeld Anspruch auf einen Kinderzuschlag. Seit 1. Januar 2008 wird der Kinderzuschlag unbefristet gezahlt. Den Kinderzuschlag erhalten Eltern, die mit ihrem Einkommen zwar ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten können, nicht aber den ihrer Kinder. Der Zuschlag von maximal 140 Euro je Kind und Monat soll wirtschaftlich schwachen Familien helfen, so dass sie nicht ergänzendes Arbeitslosengeld II beantragen müssen. Der Anspruch entfällt, sobald das Elterneinkommen den gesamten Familienbedarf deckt. Um einen Kinderzuschlag zu beantragen, wenden Sie sich – wie auch für das Kindergeld – an die Familienkasse Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

Merkblatt Kinderzuschlag der Bundesagentur für Arbeit ...

Informationen zum Kinderzuschlag ...

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