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Badegewässer

Badegewässerqualität - Bewertung und Einstufung aller Badegewässer

Die Badegewässer werden nach den Vorschriften der 2006 in Kraft getretenen EU-Badegewässer-Richtlinie bewertet und eingestuft.

Die Bewertung der Badegewässerqualität erfolgt durch statistische Berechnungsverfahren auf der Basis aller vorliegenden Untersuchungsergebnisse der mikrobiologischen Parameter Intestinale Enterokokken und Escherichia coli der letzten vier Jahre. Die so ermittelten Werte (sogenannte Perzentile) für die mikrobiologischen Parameter werden jeweils einer Qualitätseinstufung zugeordnet. Die EU-Badegewässer-Richtlinie weist vier mögliche Einstufungen aus und unterscheidet zwischen „ausgezeichneter“, „guter“, „ausreichender“  und „mangelhafter“ Badegewässerqualität.

Badegewässer mit „ausgezeichneter“ oder „guter“ Qualität befinden sich in einem stabilen Gleichgewicht und sind damit dauerhaft frei von Beanstandungen durch Fäkalkeime. In Badegewässern mit „ausreichender“ Qualität können häufiger erhöhte Keimzahlen der mikrobiologischen Parameter auftreten. Für „mangelhafte“ Badegewässer ist aus Gründen des Gesundheitsschutzes  (erhöhtes Infektionsrisiko der Badenden) in der Folgesaison zwingend ein Badeverbot oder ein Abraten vom Baden auszusprechen. Des Weiteren sind in diesen Fällen angemessene Maßnahmen zur Verminderung, Verringerung bzw. Beseitigung der Verschmutzungsursachen durchzuführen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, ein dauerhaftes Badeverbot zu vermeiden, wenn vor Beginn der Folgesaison nachweislich Maßnahmen zur Verbesserung der Badegewässerqualität ergriffen wurden. 

Die in der Tabelle aufgeführten Einstufungen beziehen jeweils 4 Jahre ein. Die Einstufung eines Badegewässers kann abgesehen von bestimmten Ausnahmen erst dann erfolgen, wenn mindestens 16 Untersuchungsergebnisse aus insgesamt vier Badesaisons vorliegen. Für vier Badegewässer konnten keine Einstufungen vorgenommen werden, die Gründe dafür sind in der jeweiligen Fußnote aufgeführt.  

Die EU-Kommission hat für die Darstellung der Qualitätseinstufungen europaweit einheitliche Symbole festgelegt, die auch in nächster Nähe jedes Badegewässers zu veröffentlichen sind.

Symbole der Europäischen Kommission

Allgemeine Anforderungen an ein Badegewässer, wie z. B. der Zustand der Sanitäranlagen und die Strandqualität werden von den Gesundheitsämtern zusätzlich bewertet und für das jeweilige Badegewässer im Internet unter www.badesee-sachsen-anhalt.de separat ausgewiesen. Badegewässer, die anfällig gegenüber Algenmassenentwicklung sind, werden in der Karte mit einen „A“ gekennzeichnet.

 

Zu berücksichtigen ist aber, dass die natürlichen Gewässer gewissen Schwankungen aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse oder durch das Verhalten der Badegäste unterworfen sind.

 

Die Qualitätseinstufung der Badegewässer nach EU-Badegewässer-Richtlinie erfolgt durch Auswertung der mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse von vier zurückliegenden Badesaisons. Kriterien, wie z. B Nährstoffsituation eines Gewässers oder Anfälligkeit gegenüber Algenmassenentwicklungen finden dabei keine Berücksichtigung. Hierfür dienen die sogenannten Badegewässerprofile, in denen alle möglichen Einflussfaktoren und Gefährdungen auf ein Gewässer erfasst und bewertet werden. Nähere Informationen zu den Badegewässern in Sachsen-Anhalt erhalten Sie beim zuständigen Gesundheitsamt.