Badegewässerqualität - Bewertung und Einstufung aller Badegewässer

In allen in der Badegewässerkarte verzeichneten und untersuchten Badegewässern kann während der Badesaison 2018 ohne Bedenken gebadet werden. Nähere Informationen zu den Badegewässern in Sachsen-Anhalt erhalten Sie beim zuständigen Gesundheitsamt bzw. im Internet unter http://www.ms.sachsen-anhalt.de/themen/gesundheit/daten-zur-gesundheit/badegewaesser/.
Zu berücksichtigen ist aber, dass die natürlichen Gewässer gewissen Schwankungen aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse oder durch das Verhalten der Badegäste unterworfen sind.
Die Badegewässer werden nach den Vorschriften der 2006 in Kraft getretenen EU-Badegewässer-Richtlinie bewertet und eingestuft.
Die Bewertung der Badegewässerqualität erfolgt durch statistische Berechnungsverfahren auf der Basis aller vorliegenden Untersuchungsergebnisse der mikrobiologischen Parameter Intestinale Enterokokken und Escherichia coli der letzten vier Jahre. Die so ermittelten Werte (sogenannte Perzentile) für die mikrobiologischen Parameter werden jeweils einer Qualitätseinstufung zugeordnet. Die EU-Badegewässer-Richtlinie weist  vier mögliche Einstufungen aus und unterscheidet zwischen „ausgezeichneter“, „guter“, „ausreichender“  und „mangelhafter“ Badegewässerqualität.
Badegewässer mit „ausgezeichneter“ oder „guter“ Qualität befinden sich in einem stabilen Gleichgewicht und sind damit dauerhaft frei von Beanstandungen durch Fäkalkeime. In Badegewässern mit „ausreichender“ Qualität können häufiger erhöhte Keimzahlen der mikrobiologischen Parameter auftreten. Für „mangelhafte“ Badegewässer ist aus Gründen des Gesundheitsschutzes  (erhöhtes Infektionsrisiko der Badenden) in der Folgesaison zwingend ein Badeverbot auszusprechen. Des Weiteren sind in diesen Fällen angemessene Maßnahmen zur Verminderung,  Verringerung bzw. Beseitigung der Verschmutzungsursachen durchzuführen. Es besteht aber auch die Möglichkeit ein dauerhaftes Badeverbot zu vermeiden, wenn vor Beginn der Folgesaison nachweislich Maßnahmen zur Verbesserung der Badegewässerqualität ergriffen wurden.
Die in der Tabelle aufgeführten Einstufungen beziehen jeweils 4 Jahre ein. Die Einstufung eines Badegewässers kann abgesehen von bestimmten Ausnahmen erst dann erfolgen, wenn für ein Badegewässer mindesten 16 Untersuchungsergebnisse aus insgesamt vier Badesaisons vorliegen. Für ein Badegewässer konnte keine Einstufung vorgenommen werden, der Grund dafür ist in einer Fußnote aufgeführt.
Die EU-Kommission hat für die Darstellung der Qualitätseinstufungen europaweit einheitliche Symbole festgelegt, die auch in nächster Nähe jedes Badegewässers zu veröffentlichen sind.
Allgemeine Anforderungen an ein Badegewässer, wie z. B. der Zustand der Sanitäranlagen und die Strandqualität werden von den Gesundheitsämtern zusätzlich bewertet und werden für das jeweilige Badegewässer im Internet unter www.badesee-sachsen-anhalt.de  separat ausgewiesen. Badegewässer, die anfällig gegenüber Algenmassenentwicklung sind, werden in der Karte mit einem "A" gekennzeichnet.
Die Qualitätseinstufung der Badegewässer nach EU-Badegewässer-Richtlinie erfolgt durch Auswertung der mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse nach vier zurückliegenden Badesaisons. Kriterien, wie z.B. Sichttiefe, Nährstoffsituation eines Gewässers oder Anfälligkeit gegenüber Algenmassenentwicklungen finden dabei keine Berücksichtigung. Hierfür dienen die sogenannten Badegewässerprofile, in denen alle möglichen Einflussfaktoren und Gefährdungen auf ein Gewässer erfasst und bewertet werden.

Symbole der Europäischen Kommission

Ausgezeichnet
Gut
Ausreichend
Mangelhaft
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