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Quarantäne

Zu den Empfehlungen des Gesundheitsamtes kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Es ist wichtig, die Husten- und Niesregeln einzuhalten. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Es ist auch wichtig, für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden

Um die Infektionsketten zu unterbrechen, ermitteln die Gesundheitsämter Kontaktpersonen von bestätigten Fällen (labordiagnostischer Nachweis von SARS-CoV2) ab dem 2. Tag vor Auftreten der ersten Symptome des Falles. Dieses Vorgehen wird als sog. Kontaktpersonennachverfolgung bezeichnet. Je nach Art des Kontaktes erfolgt eine Klassifizierung als Kontaktperson der Kategorie I, II bzw. III. 

Bei Kontaktpersonen Kategorie I mit engem Kontakt ("höheres" Infektionsrisiko) führen die Gesundheitsämter folgende Maßnahmen durch:

  • Information der Kontaktpersonen über das COVID-19-Krankheitsbild, mögliche Krankheitsverläufe und Übertragungsrisiken.
  • Reduktion der Kontakte zu anderen Personen, häusliche Absonderung (unter Abwägung der Möglichkeiten und nach Risikobewertung des Gesundheitsamtes)
  • Generell im Haushalt nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern.
  • Häufiges Händewaschen, Einhaltung einer Hustenetikette.
  • Gesundheitsüberwachung bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt mit dem bestätigten COVID-19-Fall auf folgende Weise:
    - Zweimal täglich Messen der Körpertemperatur durch die Kontaktperson selbst.
    - Führen eines Tagebuchs durch die Kontaktperson selbst bezüglich Symptomen, Körpertemperatur, allgemeinen Aktivitäten und Kontakten zu weiteren Personen:
    - Das Gesundheitsamt wird sich täglich melden (hier will das RKI eine Anpassung vornehmen: keine tägliche Meldung mehr) und sich über die häusliche Quarantäne sowie über den Gesundheitszustand informieren lassen
  • Wird eine Kontaktperson innerhalb von 14 Tagen nach dem letzten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Fall symptomatisch und ist die Symptomatik vereinbar mit einer SARS-CoV-2-Infektion, so gilt sie als krankheitsverdächtig und eine diagnostische Abklärung sollte erfolgen. Folgender Ablauf wird empfohlen:
    - Sofortige Kontaktaufnahme der Person mit dem Gesundheitsamt zur weiteren diagnostischen Abklärung und Besprechung des weiteren Vorgehens.
    - In Absprache mit Gesundheitsamt ärztliche Konsultation, inklusive Diagnostik mittels einer geeigneten Atemwegsprobe gemäß den Empfehlungen des RKI zur Labordiagnostik und ggf. Therapie.
    - Kontaktreduktion nach Maßgabe des Gesundheitsamtes. Dies kann eine häusliche Absonderung während der weiteren diagnostischen Abklärung unter Einhaltung infektionshygienischer Maßnahmen (§ 28 IfSG) oder eine Absonderung in einem Krankenhaus (§ 30 IfSG) umfassen. Weiterführen des „Tagebuchs“.
    - Übermittlung nach § 12 IfSG an das RKI
    - Eingabe des Falls in die Gesundheitsamtssoftware und Übermittlung gemäß § 11 IfSG an das RKI

Bei Kontaktpersonen Kategorie II (geringeres Infektionsrisiko) führen die Gesundheitsämter folgende Maßnahmen durch:

  • Falls gemäß Risikoeinschätzung des Gesundheitsamtes als sinnvoll angesehen, sind optional möglich:
    - Ermittlung und namentliche Registrierung,
    - Information zu COVID-19.
    - Keine tägliche Symptomkontrolle; Meldung beim Gesundheitsamt nach Ablauf von 14 Tagen nach dem letzten Kontakt mit dem bestätigten Fall.
  • Reduktion der Kontakte zu anderen Personen, z.B. häusliche Absonderung nahelegen
  • Generell im Haushalt nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern.
  • Häufiges Händewaschen, Einhaltung einer Hustenetikette.
  • Hinweis, dass sich die Kontaktperson bei eintretender Symptomatik, die mit einer SARS-CoV-2-Infektion vereinbar ist (insbesondere Atemwegssymptome), sofort mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen soll zur Besprechung des weiteren Vorgehens. Es sollte erfolgen:
    - Diagnostische Abklärung und Besprechung des weiteren Vorgehens.
    - Kontaktreduktion nach Maßgabe des Gesundheitsamtes.
    - Übermittlung nach § 12 IfSG an das RKI
    - Eingabe des Falls in die Gesundheitsamtssoftware und Übermittlung gemäß § 11 IfSG an das RKI

Bei Kontaktpersonen Kategorie III (medizinisches Personal mit Kontakt ≤ 2 m, wenn eine adäquate Schutzbekleidung während der gesamten Zeit des Kontakts gemäß Kategorie I getragen wurde) ordnen die Gesundheitsämter folgende organisatorische Maßnahmen gemeinsam mit dem Hygienefachpersonal und in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt an:

  • Information und Schulung des am Patienten tätigen Personals in der Diagnostik, medizinischen Versorgung und Pflege zum infektionshygienischen Management, dem korrekten Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung und zum Selbstmonitoring auf Symptome
  • Personal, das in die Versorgung von Patienten mit COVID-19 Patienten eingesetzt wird, ist möglichst von der Versorgung anderer Patienten freizustellen. Bei Versorgung von mehreren Fällen mit COVID-19 ist nach Möglichkeit eine organisatorische und räumliche Trennung (Kohortierung) von Patienten und dem zugewiesenen Personal in einem gesonderten Bereich empfohlen.
  • Besucherkontakte sollten begrenzt und alle Kontakte von Patienten, Besuchern und Personal mit Patienten mit bestätigter COVID-19 namentlich registriert werden.
  • Täglich aktive Abfrage der Beschäftigten vor Tätigkeitsbeginn und zentrale Dokumentation der Ergebnisse des Selbstmonitoring auf Symptome, Befunde und mögliche Expositionsereignisse ab dem Tag des Erstkontakts bis zum 14. Tag nach dem letzten Kontakt mit Patienten mit bestätigter COVID-19.
  • Tägliche aggregierte Meldung an das Gesundheitsamt mit den folgenden Informationen:
    - Zahl der Exponierten (evtl. getrennt nach Pflegepersonal, ärztlichem Personal und sonstigem Personal)
  • Bei Auftreten von Symptomen (auch unspezifischen Allgemeinsymptomen) sofortige Freistellung von der Tätigkeit, Befragung der Beschäftigten über mögliche Expositionssituationen (z.B. Probleme beim Einsatz der PSA), namentliche Meldung an das Gesundheitsamt und Isolation der Betroffenen bis zur diagnostischen Klärung.

Podcast der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen

zur Arbeit des Pandemiestabes im MS

Online-​Pressekonferenzen in der Staatskanzlei 2020

mit Gesundheitsministerin Grimm-Benne

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