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Hinweisblatt zum Coronavirus in Gebärdensprache

Was sind Coronaviren?

Coronaviren sind Krankheitserreger, die sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren können, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen (leichten) Erkältungen bis hin zu schwer verlaufenden Atemwegserkrankungen (auch als COVID-19 bezeichnet). In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS (Severe Acute Respi-ratory Syndrome) oder MERS (Middle East Respiratory Syndrome) zwar weniger leicht über-tragbar als Influenza (Grippe), aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.

Wie lange dauert es von der Ansteckung bis zur Erkrankung?

Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten von Erkrankungszeichen, kann bis zu 14 Tagen dauern.  

Wie werden Coronaviren übertragen?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Ob sich SARS-CoV-2 auch über Ausscheidungen (fäkal-oral) verbreiten kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Patienten mit Symptomen gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich.

Welche Symptome treten auf?Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber, es kann auch Durchfall auftreten. Der überwiegende Teil der Erkrankungen verläuft mild. Zu einem geringeren Anteil treten schwerer verlaufende Atemwegsinfektionen (Lungenentzündungen) auf, die eine Beatmung des Patienten erforderlich machen.

Wie kann man sich schützen?

Wie bei Grippe (Influenza) und anderen akuten Atemwegsinfektionen sind die wichtigsten und effektivsten Schutzmaßnahmen auf die Händehygiene zu achten, d.h. sich gründlich und regelmäßig die Hände zu waschen, Einwegtaschentücher zu benutzen und nach Gebrauch zu entsorgen, in die Armbeuge zu husten und sich dabei von anderen Personen wegzudrehen sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) zu halten.Kann ich mich durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vor Ansteckung schützen?Das Tragen von Atemschutzmasken durch das medizinische Personal im Sinne des Arbeitsschutzes ist wichtig und notwendig (Eigenschutz).Es gibt keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der Weltgesundheitsbehörde kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Wenn sich eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.

Welche Risikogebiete gibt es?

Risikogebiete sind Regionen mit fortgesetzter Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Die Risiko-gebiete werden vom RKI veröffentlicht und abhängig von der Lage aktualisiert.

Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich aus einem Risikogebiet zurückgekehrt bin?

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt  wenden.Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten Atemwegssymptomen sollten sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten und, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen oder sich an den kassenärztlichen Bereit-schaftsdienst (116 117) wenden. Für Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risiko-gebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen oder sich an den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) wenden. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten.

Ist ein Impfstoff verfügbar?

Momentan ist noch kein Impfstoff verfügbar.

Welche Strategie verfolgen die Behörden?

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen bislang das Ziel, einzelne Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch so weit wie möglich zu verzögern. Diese Strategie nennt man Containment. Ziel dieser Strategie ist es, in Deutschland Zeit zu gewinnen, um sich bestmöglich vorzubereiten und mehr über die Eigenschaften des Virus zu er-fahren, Risikogruppen zu identifizieren, Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen vorzubereiten, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen und die Impfstoffentwicklung auszuloten. Auch soll ein Zusammentreffen mit der aktuell in Deutschland laufenden Influenzawelle soweit als möglich vermieden werden, da dies zu einer maximalen Belastung der medizinischen Versorgungsstrukturen führen könnte.

Wo kann ich mich weiter informieren?

- auf den Internetseiten des Robert Koch-Institutes (RKI) 
- auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
- auf den Internetseiten des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAV

Das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) hat ein Infotelefon für Bürgerinnen und Bürger sowie für Ärztinnen und Ärzte geschaltet. Die Nummer lautet: 0391 25 64 222 und wird in der Zeit von 9-11 Uhr und 13-15 Uhr von Montag bis Donnerstag und am Freitag von 9-11 Uhr bedient.

Podcast der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen

zur Arbeit des Pandemiestabes im MS

Online-​Pressekonferenzen in der Staatskanzlei 2020

mit Gesundheitsministerin Grimm-Benne

Interaktive Karte

COVID-19-Fälle je 100.000 Einwohner in Sachsen-Anhalt

Das Corona-Virus

Infos über das Corona-Virus in Leichter Sprache.

Infotelefon beim Landesamt für Verbraucherschutz

+49 391 2564 222

AOK Servicetelefon

Clarimedis-Hotline für medizinische Fragen zum Coronavirus

0800 1 265 265

Unterstützungsangebote für Unternehmen

+49 391 567 4750