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Corona-Schutzimpfung

Magdeburg. In allen Landkreisen und kreisfreien Städten sind Impfzentren eingerichtet, an die mobile Impfteams angeschlossen sind. Die Impfzentren haben im Januar sukzessive ihre Arbeit aufgenommen und bieten Termine an, die vorab unter der Rufnummer 116 117 oder im Internet unter www.impfterminservice.de gebucht werden können.

Zunehmend bieten die Landkreise darüber hinaus aus externe Vor-Ort-Termine in Kommunen an, um impfberechtigten Bürgerinnen und Bürgern längere Anfahrtswege zu ersparen.

In welcher Reihenfolge wird geimpft?

Die Impfreihenfolge legt die Corona-Impfverordnung des Bundes fest.

In Sachsen-Anhalt kann aktuell Personen mit der Priorität 1 und 2 ein Impfangebot unterbreitet werden. Auf Grund der Empfehlung der Ständigen Impfkommission beim RKI, den Impfstoff AstraZeneca für Personen im Alter ≥ 60 Jahren zu verwenden, können nun auch diese in die Impfkampagne einbezogen werden. 

Das umfasst die folgenden Gruppen:

Priorität 1 - Schutzimpfungen mit höchster Priorität

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Priorität 2 - Schutzimpfungen mit hoher Priorität 

Zu dieser Priorisierungsgruppe gehören

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
  • folgende Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
    - Personen mit Trisomie 21,
    - Personen nach Organtransplantation,
    - Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
    - Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt,
    - Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
    - Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
    - Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%),
    - Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
    - Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
    - Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
    - Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, 
  • bis zu zwei enge Kontaktpersonen
    a) von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2 und nach § 2 Absatz 1 Nummer 1, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
    b) von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren,
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Schulen tätig sind,
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
  • Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder Nummer 4 des Infektionsschutzgesetzes oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Personen im Alter ≥ 60 Jahren mit dem Impfstoff AstraZeneca.

Wie erfolgt eine Anmeldung zum Impfen?

Terminvergaben sind über die Rufnummer 116 117 und über die Internetseite www.impfterminservice.de möglich. Die Impfzentren schalten hier mögliche Zeitfenster frei.

Zudem schreiben einige Landkreise Impfberechtigte an und bieten z.B. Vor-Ort-Termine in Kommunen an oder ermöglichen gesonderte Impftermine für bestimmte Gruppen, wie z.B. Lehrerinnen oder Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher. Ansprechpartner hierfür sind die Landkreise und kreisfreien Städte.

Sind Differenzierungen innerhalb der priorisierten Gruppen möglich?

Ja. Innerhalb der Prio-Gruppen können auf Grundlage der jeweils vorliegenden infektiologischen Erkenntnisse, der jeweils aktuellen Empfehlung der STIKO und der epidemiologischen Situation vor Ort bestimmte Anspruchsberechtigte vorrangig berücksichtigt werden. Insbesondere können Personen in der Reihenfolge der Geburtsjahrgänge geimpft werden. Sofern Impfstoffe von der STIKO für bestimmte Personengruppen empfohlen werden, sollen diese Personengruppen vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden.

Außerdem wird ausdrücklich geregelt, dass von der Reihenfolge abgewichen werden kann, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist, insbesondere um einen Verwurf von Impfstoffen zu vermeiden. Von der Reihenfolge kann zudem abgewichen werden, um eine dynamische Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 aus hochbelasteten Grenzregionen sowie in oder aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern.

Müssen die Impfintervalle eingehalten werden?

Die empfohlenen Zeiträume zwischen Erst- und Zweitimpfung sollen eingehalten werden, um einen möglichst guten Schutz zu gewährleisten. Für den Impfstoff von BioNTech und Moderna sind das sechs Wochen und für AstraZeneca zwölf Wochen. Eine Ausnahme gilt für Personen im Alter <60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit dem AstraZeneca-COVID-19-Impfstoff erhalten haben. Für diese Personen wird empfohlen, anstelle der zweiten AstraZeneca-Impfdosis eine Dosis eines mRNA-Impfstoffs 12 Wochen nach der Erstimpfung zu verabreichen. Hintergrund hierfür ist, dass der von einer einmaligen AstraZeneca-Impfung ausgelöste Schutz nach 12 Wochen abzunehmen beginnt. Die STIKO empfiehlt eine Studie, die immunologische Effekte nach dem heterologen Impfschema untersucht.

Werden Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren geimpft?

Ja. Es können zwei Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren benannt und geimpft werden können. Diese Kontaktpersonen werden von der Schwangeren bzw. dem / der Pflegebedürftigen bzw. ggf. dessen gesetzlicher Vertretungsperson benannt.

Kann man zwischen Impfstoffen frei wählen?

Nein, es besteht keine freie Wahl. Wegen der Impfstoffknappheit beinhaltet der Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus-SARS-CoV-2 nach der CoronaImpfV weiterhin nicht das Recht, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers zu wählen. Jedoch sind die Vorgaben der STIKO beim RKI hinsichtlich des Impfstoffes AstaZeneca zu beachten, die in einer eigenen Frage-Antwort-Rubrik behandelt werden.

Wann wird mit den Impfungen in den Hausarztpraxen begonnen?

Der regelhafte Impfungen in den Hausarztpraxen sind am 7. April 2021 angelaufen.

Wie wird aktuell mit dem Impfstoff AstraZeneca verfahren?

Aufgrund mehrerer Fälle von Hirnvenen-Thrombosen bei jüngeren geimpften Personen hat die Ständige Impfkommission beim RKI empfohlen, den Impfstoff von AstraZeneca in erster Linie für über 60-Jährige einzusetzen. Wer jünger ist, kann auf eigenen Wunsch und nach ausführlicher Aufklärung trotzdem mit AstraZeneca geimpft werden. Der Einsatz des Impfstoffs liegt im ärztlichen Ermessen.

Wie wird die Impfberechtigung geprüft?

Bei der Terminvergabe wird die Impfberechtigung abgefragt und ein Code ausgegeben. Im Impfzentrum wird die Impfberechtigung nochmals überprüft. Ihr Alter weisen Sie mit Ihrem Personalausweis nach, den Sie im Impfzentrum vorlegen müssen. Wenn Sie in einer Einrichtung der ambulanten oder stationären Altenpflege arbeiten, in der Notfallrettung oder einer anderen medizinischen Einrichtung, deren Pflegepersonal zur priorisierten Gruppe gehört, dann müssen Sie eine Bestätigung Ihres Arbeitgebers zum Impftermin vorweisen. Zudem müssen Sie die Chipkarte Ihrer Krankenversicherung mitbringen. Ohne Nachweis Ihrer Impfberechtigung kann leider keine Impfung erfolgen. Bitte bringen Sie zum Termin auch Ihren Impfausweis mit.

Für den Nachweis als Kontaktperson ist vorgesehen, dass der Gepflegte / die Person mit Vorerkrankung der Kontaktperson den Nachweis ausstellt. Das Ministerium hatte den Impfzentren empfohlen, die Schwelle niedrig zu gestalten und beispielsweise einen Nachweis der Pflegekasse / des behandelnden Arztes gelten zu lassen. Die konkrete Nachweisführung sollten Sie mit dem Impfzentrum abstimmen.

Bei Kontaktpersonen von Schwangeren bedarf es einer durch die schwangere Person ausgestellte schriftlichen Bestätigung, dass die Kontaktperson als solche einzuordnen sind. Zusätzlich muss die Schwangerschaft belegt werden können: entweder durch den Mutterpass oder eine Bestätigung durch den behandelnden Frauenarzt.

Ist eine Bitte um frühere Impfung möglich?

Beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) kann eine individuelle ärztliche Beurteilung von Einzelfällen vorgenommen werden, wenn aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion besteht. Es geht dabei um seltene Einzelfälle, deren schwere Erkrankungen und Lebensumstände sich nicht in der Liste der priorisierten Personen in der Bundesimpfverordnung wiederfinden.

Auf den Internetseiten des Ministeriums und des MDK ist dazu ein Anschreiben mit der Bitte um vorrangige Impfung bereitgestellt, dem neben personenbezogenen Daten auch eine Kurzbeschreibung der besonderen Lebensumstände hinzugefügt werden kann. Zudem muss eine ärztliche Bescheinigung mit den aufgeführten Erkrankungen beigefügt werden, die in der Regel durch den Hausarzt ausgestellt wird.

Anhand der Unterlagen erfolgt eine ärztliche Beurteilung. Wird das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf als sehr hoch oder hoch beziehungsweise erhöht eingeschätzt, wird vom MDK ein ärztliches Zeugnis erstellt. Mit diesem Nachweis kann ein priorisierter Impftermin vereinbart werden.

Wie viele Impfdosen stehen zur Verfügung?

Das ist abhängig von den Liefermengen der Hersteller. Die Impfdosen werden sukzessive auf die Bundesländer verteilt. 

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Wie ist das Verfahren in einem Impfzentrum geregelt?

Der Abauf im Impfzentrum gliedert sich in: 

  • Registrierung
  • Ärztliche Aufklärung
  • Impfung
  • Nachbeobachtung
  • Dokumentation und
  • Check out

Auf einen Blick: Erklärvideo des Bundesgesundheitsministeriums