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Familienbildung in Sachsen-Anhalt

Bekanntmachung - Ideenwettbewerb zur Entwicklung „mobiler Familienbildungsangebote im ländlichen Raum“ Sachsen-Anhalts

1. Einleitung

In Sachsen-Anhalt sollen im Jahr 2021 im Rahmen einer Modellprojektförderung „mobile Familienbildungsangebote im ländlichen Raum“ als zusätzliches Angebot bestehender Familienbildung entwickelt und erprobt werden (§ 16 SGB VIII i.V.m. § 15 FamBeFöG LSA).

2. Allgemeiner Zuwendungszweck, inhaltlicher Förderrahmen, Fördergegenstände

Ziel des Landesmodellprojektes ist eine Erweiterung des Spektrums der Familienbildungsangebote, um mobile Angebote. Eine Erprobung und Schärfung der „mobilen Familienbildungsangebote im ländlichen Raum“ soll in zwei Gebietskörperschaften ermöglicht werden. Es werden die folgenden inhaltlichen Anforderungen gestellt:

· In Sachsen-Anhalt sollen durch Träger der Familienbildung/ Träger von Familienzentren in zwei Landkreisen Standorte im ländlichen Bereich entwickelt werden, die „mobile Familienbildungsangebote“ ermöglichen. Die Träger sollen Angebote konzipieren, die eine Inanspruchnahme an Alltagsorten wie Kita und Grundschule ermöglichen.

· Insbesondere sollen benachteiligte und sonst schwer erreichbare Familien von den zu konzipierenden mobilen Angebote partizipieren, die einen Bedarf an weiterführenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten haben und die durch den Träger der Familienbildungsarbeit an weiterführende Angebote der Kinder- und Jugendhilfe vermittelt werden (können).

· Die zu entwickelnden mobilen Familienbildungsangebote müssen an der Bedarfssituation der Familien ausgerichtet sein und die Inhalte nach § 16 SGB VIII i.V.m. § 15 FambeFöG berücksichtigen. Ebenso sind die nach § 80 Jugendhilfeplanung SGB VIII bestehenden Standorte der Jugendhilfe, insbesondere von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen zu berücksichtigen.

3. Rahmenbedingungen der Förderung

Für die Durchführung des Modellprojektes stehen im Jahr 2021 Landesmittel für zwei Projektstandorte in Höhe von insgesamt bis zu 154.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung des Landes wird im Rahmen des Zuwendungsrechts auf der Grundlage der §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung gewährt. Die Förderung erfolgt im Rahmen einer Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung, sofern Landesmittel zur Verfügung stehen. Der Projektträger hat einen Eigenanteil an der Gesamtfinanzierung zu erbringen.

Förderfähig sind die unmittelbaren Projektkosten, wie Personalkosten (Sozialpädagogin/ Sozialpädagogen Bachelor, Absolventin/ Absolvent Studium der sozialen Arbeit mit Abschluss Bachelor oder ein vergleichbar abgeschlossenes Hochschulstudium) und Sachkosten, insbesondere Fahrtkosten.

Es ist beabsichtigt, zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit der Förderung des Modellvorhabens zu beginnen. Eine Förderung ist zunächst nur für das Jahr 2021 vorgesehen.

4. Anforderungen und Hinweise an den Projektträger

Abgabeberechtigt sind anerkannte freie Träger der Jugendhilfe mit Sitz und Betriebsstätte(n) in Sachsen-Anhalt, die bereits nach § 15 FamBeFöG Familienbildungsangebote im ländlichen Bereich unterbreiten.

Diese sollen über vertiefte Kompetenzen hinsichtlich bedarfsorientierter Familienbildungsangebote für Familien mit weiterführenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten verfügen.

Erwünschte Referenzen und Vorerfahrungen:

· Kooperationen mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen

· Kooperationen mit Trägern und Einrichtungen der Jugendhilfe und anderer Institutionen in der Gebietskörperschaft, um deren Standortentwicklung sich der Träger bewirbt.

Weiterhin ist die fachliche, personelle und organisatorische Umsetzung des Modellprojektes sowie eine effiziente Finanzplanung sicherzustellen und eine ordnungsgemäße Abrechnung der erhaltenen Zuwendung zu gewährleisten.

Von dem Projektträger sind die im Falle einer Förderung zum Einsatz kommenden Arbeitsverantwortlichen im Rahmen der Interessensbekundung zu benennen und ihre berufliche Qualifikation nachzuweisen.

5. Projektbewertung, Projektauswahl und Antragstellung

Die Auswahl der förderfähigen Projekte erfolgt in einem 2-stufigen Verfahren:

In der ersten Verfahrensstufe (Vorauswahl) werden die eingegangenen Projektvorschläge durch das Fachreferat 41 im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration bewertet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage eines Kriterienkatalogs. Dabei orientiert sich die Bewertung an den zu erwartenden spezifischen qualitativen und quantitativen Beiträgen zu den unter Nr. 2 genannten Schwerpunkten und Zielen.

In der zweiten Verfahrensstufe entscheidet eine Jury anhand der Bewertungsergebnisse aus der ersten Stufe und unter Berücksichtigung weiterer Kriterien (Qualität, Kosten, Umsetzbarkeit) über förderwürdige Projektvorschläge.

Anschließend erfolgt die Antragstellung durch den ausgewählten Projektträger.

6. Fristen, einzureichende Unterlagen, Ausschluss

Die Einreichungsfrist für Projektvorschläge endet am 15.01.2021.

Projektvorschläge sind einzureichen beim:

Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration
des Landes Sachsen-Anhalt, Referat 41
Turmschanzenstraße 25
39114 Magdeburg

Ansprechpartner:

- Herr Hutsch, Tel. 0391 567 4094

- Frau Scholze, Tel. 0391 567 4658

Zu einem vollständigen Projektvorschlag gehören folgende Unterlagen:

1. Formgebundener Teil (Deckblatt, Konzept, Formulare)

2. Kosten- und Finanzierungsplan

3. Nachweis der Rechtsform

4. Anlagen

- Referenz des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, in dessen Gebietskörperschaft „Mobile Familienbildung im ländlichen Raum“ entwickelt werden soll

- Referenzen als Nachweise der geforderten Trägerkompetenzen

Ausgeschlossen vom Auswahlverfahren sind Projektvorschläge, die fehlerhaft, unvollständig oder nach dem 15.01.2021 im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration eingereicht worden sind.