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Weitere 20 angehende Landärztinnen und Landärzte Sachsen-Anhalts nehmen ab dem Wintersemester ihr Studium auf

Magdeburg. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat heute 20 weiteren Medizinstudierenden der Landarztquote Sachsen-Anhalt zum erfolgreichen Ab-schluss des Auswahlverfahrens gratuliert.

 „Ich bin sehr froh, dass Sie in Sachsen-Anhalt einmal dort praktizieren werden, wo Hausärztinnen und -ärzte fehlen“, sagte Grimm-Benne im Rahmen eines Empfangs im Sozialministerium. 14 Frauen und sechs Männer, darunter elf „Landeskinder“, werden ihr Studium der Humanmedizin in Magdeburg bzw. Halle aufnehmen.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr ist beim zweiten Durchgang der Landarztquote Sachsen-Anhalt der Andrang auf die weiteren 20 Studienplätze bundesweit groß geblieben. Insgesamt gingen 192 Bewerbungen ein. 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Sachsen-Anhalt, 74 aus anderen Bundesländern sowie eine aus Thailand. „Die Resonanz zeigt deutlich, dass wir mit der Landarztquote auf dem richtigen Weg sind. Es ist ein weiterer Mosaikstein, um einem Engpass allgemeinmedizinischer Versorgung auf dem Land zu begegnen“, sagt Grimm-Benne. 

Der Bewerbungserfolg hängt maßgeblich vom Ergebnis eines Studierfähigkeits-tests ab, der mit 50 Prozent gewichtet wird. Mit 40 Prozent zählt eine einschlägige Berufsausbildung oder -erfahrung, mit zehn Prozent die Abiturnote. „Somit kann nicht ausschließlich ein Einser-Abiturient eine gute Hausärztin oder guter Hausarzt werden, sondern auch jemand, der bereits im Kontakt mit Patientinnen oder Patienten seine soziale Kompetenz und Empathiefähigkeit im Beruf bewiesen hat“, sagt Grimm-Benne.

„Viele der Bewerberinnen und Bewerber haben bereits in der Krankenpflege oder Altenpflege gearbeitet bzw. Praktika in Praxen und Krankenhäusern absolviert. Sie wissen also, was es heißt, Patienten zu versorgen", so Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA). Und in Richtung der Studierenden betont er: „Wir brauchen Sie in Sachsen-Anhalt dringend, um auch weiterhin die Patienten in ländlichen Regionen versorgen zu können.“ Bereits heute sind rund 258,5 Hausarztstellen nicht besetzt, laut Prognosen werden bis 2032 weitere 260 Stellen offen sein. Um die Menschen im Land auch in Zukunft gut medizinisch versorgen zu können, habe die KVSA eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, die durch die Landarztquote ergänzt würden. Perspektivisch müssten jedoch mehr Studienplätze geschaffen werden.

Hintergrund:
Sachsen-Anhalt hatte als eines der ersten Bundesländer ein Landarztgesetz beschlossen und im Februar 2020 erstmals 5 Prozent der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle im Rahmen der Landarztquote ausgeschrieben, um Menschen ein Studium zu ermöglichen, die fachlich und persönlich ihre Eignung zur Ausübung des ärztlichen Berufs durch eine Ausbildung in einem Beruf mit Patientenkontakt, wie z. B Pflege, nachweisen konnten. Eine Bewerbung war auch in diesem Jahr bis Ende März möglich. Es folgte ein Studierfähigkeitstest im April. Die angehenden Landärztinnen und Landärzte verpflichten sich nach erfolgreichem Studienabschluss und Facharztweiterbildung zu einer zehnjährigen hausärztlichen Tätigkeit in Sachsen-Anhalt. Die Feststellung, wann eine Region unterversorgt oder drohend unterversorgt ist bzw. sog. lokaler Versorgungsbedarf besteht, trifft der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen Sachsen-Anhalts. Diese Feststellung wird anhand bundesweit geltender Kriterien getroffen, die auf die konkrete Region angewandt werden. Eine maßgebliche Rolle spielt die Anzahl der in der Region lebenden Menschen sowie die Anzahl und das Alter der in der jeweiligen Region tätigen Hausärzte.

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Update 14. Oktober: Quote für Erstimpfungen in @SachsenAnhalt liegt bei 64 Prozent, für Zweitimpfungen bei 61,9 Prozent. 106.351 Corona-Infektionen bestätigt, 340 Fälle mehr als gestern. 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 57.

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Update 13. Oktober: Quote für Erstimpfungen in @SachsenAnhalt liegt bei 63,9 Prozent, für Zweitimpfungen bei 61,8 Prozent. 106.011 Corona-Infektionen bestätigt, 224 Fälle mehr als gestern. 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 50,7.

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