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Sachsen-Anhalt setzt auf Luca-App bei Kontaktnachverfolgung

Magdeburg. Sachsen-Anhalt setzt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie künftig auf digitale Kontaktnachverfolgung per Luca-App.

Alle 14 Gesundheitsämter sollen in den kommenden vier Wochen angeschlossen werden. Sechs werden das System bereits in den kommenden zwei Wochen implementieren. Das betrifft den Salzlandkreis, Burgenlandkreis, Harz, Börde, die Stadt Halle und den Saalekreis.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte am Dienstag in Magdeburg: „Das Interesse an der Einführung der Luca-App ist sehr groß. Elf Gesundheitsämter haben sich gemeldet, dass sie das System sofort einführen und nutzen wollen.“ Die Auswahl der sechs ersten Gesundheitsämter erfolgte nach Eingang der Rückmeldungen. Die Kosten für die Einführung des Systems trägt das Land Sachsen-Anhalt, sie belaufen sich auf rund eine Million Euro. Der Vertrag mit den Betreibern der App hat eine Laufzeit von einem Jahr.

Mit Hilfe der App können die Behörden im öffentlichen oder auch privaten Bereich schneller und einfacher Kontakte nachverfolgen, um Infektionsketten zu unterbrechen und damit die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, so die Ministerin. Bei den anstehenden Öffnungsschritten werde dies besonders wichtig sein, um so schnell wie möglich auf Infektionsfälle reagieren zu können.

Der App-Nutzer registriert sich, in dem er einen QR-Code in einer bestimmten Lokalität in der Gastronomie, im Einzelhandel oder in Kultureinrichtungen scannt. Beim Verlassen checkt der Nutzer dann wieder aus. Die Gesundheitsämter können, wenn neue Infektionsfälle auftreten, über das System die Kontaktdatenlisten abfragen und einsehen. Das System bietet eine verschlüsselte, anonymisierte und datenschutzkonforme Kontaktdatenaufnahme.

 

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