Menu
menu

Ministerin Grimm-Benne besucht Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

Halle. Ministerin Grimm-Benne hat heute die Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt in Halle (Saale) besucht.

Das Beratungsangebot hilft Betroffenen rechter oder rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt, die Folgen der Tat zu verarbeiten und den Weg in den Alltag zurückzufinden. Auch den Betroffenen des KIEZ-Döners und der jüdischen Gemeinde stand die Beratungsstelle nach dem Anschlag vom 9. Oktober 2019 beratend und unterstützend zur Seite.

Ministerin Grimm-Benne hebt die Arbeit der Beratungsstelle als unentbehrlich hervor: „Wenn Menschen Gewalt erfahren, weil sie nicht in das Weltbild des Täters passen, müssen wir uns mit den Opfern solidarisieren. Betroffene von rechter Gewalt brauchen professionelle Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der Tatfolgen. Die Opferberatung leistet hier unverzichtbare Arbeit.“

In Sachsen-Anhalt stehen den Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten landesweit flächendeckend professionelle und spezialisierte Beratungseinrichtungen in freier Trägerschaft zur Verfügung. Im Mittelpunkt der Arbeit der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt steht die parteiliche Unterstützung und Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalttaten und deren sozialen Umfeld. Ziel ist es, die Betroffenen bei der Bewältigung der materiellen und immateriellen Angriffsfolgen sowie bei der Wahrnehmung und Stärkung ihrer Rechte und Aufgaben zu unterstützen. Die professionelle und positiv evaluierte Beratungsarbeit wird auch im Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses als unverzichtbar beschrieben.

Hintergrund
Die Opferberatungsstelle in Trägerschaft von Miteinander e.V. wird gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration.

Der Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. hat sich im Jahr 1999 als Reaktion auf den Einzug der DVU in den Landtag gegründet. Der Impuls zur Gründung ging 1998 von Engagierten aus Initiativen, Gewerkschaften und Kirchen aus. Als landesweit anerkannter Träger der Jugendhilfe und als Träger von Bildungs- und Beratungsprojekten unterstützt er das Engagement für eine offene, plurale und demokratische Gesellschaft und gegen Rassismus, Antisemitismus und alle Formen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt. 

Miteinander e.V. ist mit seinen Bildungs- und Beratungsprojekten der größte Träger im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus. Das Beratungsnetzwerk unterstützt auch Kirchen, Schulen, Bündnisse, Initiativen, Kommunen und Eltern im Umgang mit rassistischen und rechtsextremistischen Mobilisierungen.

Etwas hat leider nicht funktioniert