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Landesregierung verleiht zum 12. Mal den Integrationspreis für Engagement und interkulturelles Zusammenleben

Sechs Projekte, Vereine und Initiativen erhalten einen der Integrationspreise des Landes Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Magdeburger Gesellschaftshaus mit ca. 150 Gästen haben Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung, und Abteilungsleiterin Dr. Kristin Körner heute die Preise übergeben. Über 60 Vereine, Begegnungsorte und Einzelpersonen wurden für einen der Integrationspreise vorgeschlagen. Eine Fachjury, die vom Landesintegrationsbeirat berufen wurde, hat die Preisträger:innen ausgewählt.

Mit der Verleihung des Integrationspreises möchte die Landesregierung das Engagement von Vereinen, Initiativen, Kommunen, Unternehmen und ehrenamtlich Aktiven für Integration würdigen und die vielen positiven Beispiele für ein gelingendes Zusammenleben in die Öffentlichkeit tragen.

In ihrer Begrüßungsrede hob Integrationsbeauftragte Möbbeck die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der Bewerber:innen um den Integrationspreis hervor: „Ihr Engagement in der Integrationsarbeit trägt dazu bei, dass sich Menschen willkommen und angekommen fühlen. Ihr Einsatz sorgt für Zusammenhalt und ein solidarisches Miteinander.“

Die Preisträger:

Kategorie „Dauerhaftes und nachhaltiges Engagement für Vielfalt“
In der Kategorie „Dauerhaftes und nachhaltiges Engagement für Vielfalt“ sollen langfristig angelegte Projekte und Initiativen gewürdigt werden, die einen langen Atem beweisen und mit ihrer stetigen Arbeit besonders nachhaltige Wirkung erzielen.

Den ersten Preis (1.000 Euro) erhält in dieser Kategorie das Interkulturelle Beratungs- und Begegnungszentrum des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg e.V.. Seit einem viertel Jahrhundert ist das Haus ein unentbehrlicher Brückenbauer und Unterstützer für Menschen mit Migrationsgeschichte. Unter einem Dach finden Zugewanderte Beratungsangebote, die ihnen in allen Lebenslagen unterstützend zur Seite stehen: Migrationsberatung, Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Unterstützung bei der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen oder Schwangerschaftsberatung. Diese Bündelung sorgt für kurze Wege und schnelle Hilfe.

Der zweite Preis (500 Euro) geht an die AG Willkommenskultur Oschersleben. Seit 2015 unterstützt die AG Geflüchtete bei ihren ersten Schritten. Gut 25 Ehrenamtliche betreiben einen Nachbarschaftstreff, geben Sprachkurse, helfen bei Behördengängen und unterstützen, wenn eine Corona-Infektion den Weg zum Supermarkt verhindert. Die ehrenamtliche Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag, um das Miteinander in Oschersleben positiv mitzugestalten und die Vielfalt der Stadtgesellschaft sichtbar zu machen.

Kategorie „Innovative und digitale Formate in der Integrationsarbeit“ 
In dieser Kategorie werden Projekte gewürdigt, die neue, insbesondere digitale Formate der Begegnungs-, Bildungs- und Integrationsarbeit entwickelt haben.

Den ersten Preis (1.000 Euro) erhält der Offene Kanal Magdeburg e.V. für das Projekt „FrauenStärken – ein Filmprojekt zur Stärkung migrantischer Frauen(initiativen)“. Mit großer Empathie gibt das Projekt Frauen aus Syrien, Estland, Russland und Deutschland ein Gesicht. Im Rahmen des Filmprojektes entstanden individuelle Portraits von Frauen mit Migrationsgeschichte. Drehbücher, Dreharbeiten und Nachbearbeitung – die teilnehmenden Frauen erlernten das Handwerk des Filmemachens und spürten selbst, wie wirksam eigenes Engagement sein kann. Während des gesamten Projekts wurde deutsch gesprochen. Die vertraute Atmosphäre sorgte dafür, dass auch Frauen mit wenig Sprachkenntnissen Mut fassten, sich auf Deutsch zu verständigen.

Der mit 500 Euro dotierte zweite Preis geht an das Projekt „Frauenwelten – Geschichten zur Verständigung“ der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V., in dem sich geflüchtete und einheimische Frauen begegnen und kennenlernen konnten. Das Projekt organisierte Workshops im digitalen Raum, um über Alltagsthemen ins Gespräch zu kommen. Aus diesem Dialog entstand eine gemeinsame Ausstellung, in der die Frauen ihre Lieblingsorte und somit die Verbundenheit mit der Stadt zeigen konnten. In Kooperation mit Studentinnen der Burg Giebichenstein wurden Litfaßsäulen gestaltet, um im öffentlichen Raum der Vielfalt Ausdruck zu verleihen. Im Sommer 2021 erarbeiteten die Projektteilnehmerinnen einen Kurzfilm, der ihre „Frauenwelten“ präsentiert.

Kategorie „In Vielfalt groß werden: Integration von Kindern und Jugendlichen“
Das Coronavirus hat insbesondere das Leben von Kindern und Jugendlichen auf den Kopf gestellt. In dieser Kategorie soll deshalb die Integrations- und Begegnungsarbeit mit und von Kindern und Jugendlichen eine Würdigung erhalten.

In dieser Kategorie geht der erste Preis (1.000 Euro) an den Kinder- und Jugendklub „Interkulturell“ in Merseburg, in Trägerschaft von IVIZ e.V.: Initiativ – Verein für Integration und Zusammenleben e.V.. Seit 2008 ist der Kinder- und Jugendklub ein wichtiger Ort der Begegnung von Kindern mit und ohne Migrationsgeschichte. Ob PC-Raum, Sportraum mit Billard, Outdoor-Spielgeräte – die Angebote sorgen dafür, dass die Herkunft in den Hintergrund tritt und gemeinsame Interessen in den Vordergrund rücken. Hier können sich Kinder ausprobieren beim Gärtnern, Kochen, Handwerkern, Basteln, Puppentheater und Malerei.

Den zweiten Preis (500 Euro) erhält der djo Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. für das Sommerferienprogramm „Summer Forever!“, das Zugewanderte und Einheimische zusammenbringt. Gut 150 Kinder und Jugendliche konnten im Sommer vergangenen Jahres auf Entdeckungstour gehen, sich in einer breiten Palette an Themen ausprobieren und dabei ungeahnte Stärken an sich selbst kennenlernen: Graffiti, Hip-Hop, Impro-Theater, Siebdruck, Comic-, Hörspiel-, Filmproduktion, Selbstverteidigung, Skateboard fahren. Aus diesem vielfältigen Angebot entstand ein Sommerferienprogramm, mit dem sprachliche und kulturelle Barrieren spielerisch überwunden werden konnten.

Würdigung von individuellem Engagement: 
Die Jury hat außerdem 24 Ehrenamtliche für ihren besonderen individuellen Einsatz in der Migrationsarbeit stellvertretend für die vielen Engagierten im Land gewürdigt und ihnen sehr herzlich gedankt:

Hans Klein Bleumink (Arendsee)
Herr Klein Bleumink engagiert sich seit 2015 in Salzwedel für die Belange der Geflüchteten. Nahezu jeden Wochentag unterstützt er hilfesuchende Neuzugezogene bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche, bei der Kita-Anmeldung, beim Deutschlernen oder beim Ausfüllen von Anträgen.

Hannelore Jordan (Tangermünde)
Frau Jordan begleitet und unterstützt seit 2016 eine geflüchtete Familie in Tangermünde, lotst sie durch den Alltag und hilft bei der erfolgreichen Integration.

Augustin Zongo (Halle)
Herr Zongo engagagiert sich neben seinem Masterstudium bei den Maltesern in Halle und unterstützt geflüchtete Familien und Einzelpersonen beim Erlernen der deutschen Sprache und in Alltagssituationen.

Wasem Taieb (Halle)
Herr Taieb ist seit 2020 Teil des Teams der ehrenamtlichen Lernpaten der Malteser in Halle. Ihm liegt die Bildungsteilhabe sehr am Herzen, sodass er während des Lockdowns migrantischen Kindern im digitalen Format bei Mathematik und beim Deutschlernen half.

Talal Alsafadi (Halle) 
Herr Alsafadi engagiert sich bei den Maltesern in Halle als Sprachmittler und Computerexperte, der die Vorzüge der Digitalisierung zu nutzen und zu vermitteln weiß.  Er unterstützt außerdem bei aufwendigen Übersetzungen für Fortbildungsveranstaltungen und Erste-Hilfe-Kursen für arabisch sprechende Teilnehmende.

Elke Lieser (Kabelsketal)
Frau Lieser, die das Ehrenamtsteam der Malteser in Halle unterstützt, hat selbstständig einen Handwerkstreff ins Leben gerufen. Jeden Freitag treffen sich Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, um gemeinsam zu häkeln oder stricken. Dieses Format bietet niedrigschwellige Möglichkeiten zur Begegnung, zum Deutsch sprechen und damit zur Teilhabe.

Petra Münch (Halle)
Frau Münch engagiert sich mit viel Empathie bei den Maltesern in Halle für eine gelingende Bildungsteilhabe von Kindern mit Migrationsgeschichte. Sie hilft Kindern bei den Schulaufgaben, organisiert Spiele und tritt in den Dialog, der das Ankommen in Halle erleichtert und die Sprachkompetenzen verbessert.

Razan Al Assmy (Halle) 
Frau Al Assmy hilft Nachbarinnen und Freunden, indem sie übersetzt, bei der Jobsuche unterstützt, Mails und Briefe schreibt und Geflüchtete zu Terminen begleitet. Über Facebook vernetzt sie sich mit anderen Frauen, klärt über Rechte und Pflichten auf, informiert über das Gesundheits- und Bildungssystem und sorgt dafür, dass Niemand ins Stolpern gerät.

Ulrike Fuchs (Naumburg) 
Frau Fuchs ist nicht nur aktives Mitglied der Tafel, sondern engagiert sich auch in der Migrationsarbeit. Sie betreut migrantische Familien in Naumburg, unterstützt in allen großen und kleinen Alltagsproblemen, begleitet zu Behörden und Ärzten und hilft bei schulischen Fragen der Kinder.

Ramona Karlstedt (Calbe), Ute Storch (Nienburg), Wilfried Jöhnke (Calbe), Holger Möhring (Calbe)
Das Team der Soziallotsen in Calbe unterstützt seit mehr als fünf Jahren Zugewanderte bei der Integration in Kita, Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft. Auch in der schwierigen Phase der Pandemie waren die Soziallotsen stets für „ihre“ Familien erreichbar und somit auch eine wichtige Stütze in der Corona-Zeit.

Barbara Walther (Hohenmölsen)
Frau Walther gehört zu den Mitbegründerinnen der Initiative „Willkommen in Hohenmölsen“ und ist seitdem aus der Integrationslandschaft nicht mehr wegzudenken.

Ines Schönleiter (Frankleben) 
Frau Schönleiter unterstützt in Frankleben und Umgebung junge Menschen aus Eritrea, Äthiopien und dem Sudan. Besonders die Integration von jungen Frauen liegt ihr am Herzen. Sie unterstützt traumatisierte Geflüchtete bei der Suche nach Therapieangeboten und wird als Vermittlerin angefragt, um bei der Kommunikation mit Vermietern, Schulen und Arbeitgebern zu helfen.

Ingrid Schmerler (Zahna/Elster)
Als Familienpatin unterstützt Frau Schmerler Zugewanderte im Landkreis Wittenberg. In der Corona-Zeit lernte sie mit den Kindern per Telefon und Laptop jeden Tag.

Bashar Darwish-Afandi (Wittenberg)
Herr Darwish-Afandi ist Sprachmittler und Brückenbauer, der sich seit dem Abschluss seines Sprachkurses in der Flüchtlingshilfe in Wittenberg engagiert. Er ist als Ansprechpartner und Übersetzer stets zur Stelle, wofür ihm eine Würdigung gebührt.

Dr. Wolfgang Stöpel (Oschersleben)
Herr Dr. Stöpel engagiert sich in Oschersleben dafür, dass migrantische Kinder bestmögliche Bildungschancen erhalten. U.a. auf digitalem Wege sorgte er während der Pandemie dafür, dass geflüchtete Kinder Sprachbarrieren überwinden konnten und am Schulunterricht teilhaben konnten.

Stefanie Sperling (Wanzleben)
Das ehrenamtliche Engagement für Integration von Frau Sperling gilt als „eine der tragenden Säulen“ in Wanzleben. Ob im Café Grenzenlos, in der Flüchtlingsunterkunft oder in der Wanzlebener Interkulturellen Runde: Ihre fachliche Kompetenz, ihr Organisationstalent und ihre Vernetzung haben schon in einigen schwierigen Situationen zu schneller Hilfe geführt.

Muhamad Jumaa (Magdeburg)
Aus Damaskus über Jordanien nach Magdeburg geflohen, hat er schnell die deutsche Sprache erlernt, sodass er bald anderen Geflüchteten bei Übersetzungen helfen konnte. Zwei Jahre später begann er bei Edeka eine Ausbildung und engagierte sich ehrenamtlich im Projekt „Azubis werben Azubis“. In dieser Funktion fährt er zu Sprachschulen und Messen, um jungen Geflüchteten von seiner Motivation und den Chancen einer guten Berufsausbildung zu erzählen.

Gul Ghutai Talash (Magdeburg)
Frau Talash war 2018 maßgeblich an der Gründung der „Afghanischen Fraueninitiative Magdeburg (AFiMA) e. V.“ beteiligt. Damit wurde eine Anlauf- und Unterstützungsstelle für geflüchtete Frauen in Magdeburg und Umgebung geschaffen.

Jalal Hosseininezhad und Masoumeh Ahmadi (Magdeburg)
Die beiden Engagierten sind seit 2017 interkulturelle Brückenbauer in der Landeshauptstadt: Ob im Projekt „Dehnungsfuge“, dem „Pascha von Magdeburg“ oder „Kiez 2.0“ – in einer Vielzahl an Projekten unterstützen sie kulturelle Bildung und Vielfaltsgestaltung.

Laura Munz (Magdeburg)
Frau Munz engagiert sich seit Oktober 2020 ehrenamtlich beim Malteser Hilfsdienst e.V.. Im Rahmen des Integrationsprojektes „Hand in Hand“ unterstützt Frau Munz das Team des Malteser Stübchens Süd in Magdeburg. Dabei handelt es sich um einen Begegnungsort für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion.

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Wir freuen uns, dass Breakdance-Formation "Da Rookies" als Unterstützer der 3. #Herzwoche in @SachsenAnhalt mit dabei sind. Unter dem Motto "Fit fürs Herz - #HerzgesundheitLSA " treten sie vom 5.-10.09.2022 mitten in @Ottostadt auf & bieten Workshops an.

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RT @DGMS_de: #dgsmp_dgms2022

Worum geht´s inhaltlich?

Die Corona-Pandemie hat gewohnte Strukturen, insb. in der Medizin, gravierend verände…

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Wir haben viele Jugendliche gefragt, was ihnen

wichtig ist. Diese Hinweise haben wir aufgenommen

in das Jugendpolitische Programm @SachsenAnhalt. Es ist nun ein verbindlicher Auftrag für die Landesregierung. #TagDerJugend @Moebbeck @UndAnhalt

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Allgemeiner Behindertenverband #SachsenAnhalt (#ABiSA) kann Arbeit durch Zuwendung vorerst bis Jahresende fortsetzen. Ministerin @GrimmBenne: "Wir streben längerfristige Förderung für Sprachrohr der Menschen mit Behinderung im Land an."

 

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Nach Sonder-#GMK-Schalte zum Entwurf des neuen Infektionsschutzgesetzes: "Ist eine gute Grundlage, damit Länder auf Pandemiegeschehen im Herbst reagieren können", sagt Vorsitzende @GrimmBenne. Maßnahmen sollen Lockdowns & Schließungen vorbeugen.

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RT @bzga_de: Bei einer Infektion mit dem #Coronavirus können neben #Husten , Fieber & Schnupfen z.B. allgemeines Schwächegefühl oder Magen-D…

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Trotz Pandemie steigt Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge in @SachsenAnhalt. Im ersten Halbjahr 2022 wurden allein bei den vier gewerblichen Kammern 4.549 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind:

2,4% mehr als 2021,

ca. 20% mehr als 2020 und

4,4% mehr als 2019. https://t.co/zNKPxEDemn